6. Welche Behandlungsmethoden zur Therapie einer Amalgamvergiftung gibt es?

Die Schäden durch eine Amalgamvergiftung reichen von Allergien über leichte oder mittlere Vergiftungsgrade bis zu schweren chronischen Vergiftungen, bei denen der Körper längerfristig in Blockaden und damit in das Quecksilbersiechtum (Merkurialkrankheit) hineingerät, welches unbehandelt tödlich enden kann. Je schwerer der Krankheitsgrad, desto umfangreicher muß die Entgiftungstherapie sein. Da durch eine langfristige Vergiftung der Zellschutz und das Immunsystem des Körpers geschädigt werden, kann von einer Art Saugwirkung gesprochen werden, die von den Zellen und dem Gewebe ausgeht. Außer den Amalgamgiften werden auch viele andere Gifte "aufgesaugt" mit denen wir in unserer verschmutzten Umwelt tagtäglich konfrontiert werden. Daher wurden bei Amalgamvergifteten häufig auch erhöhte Werte von z.B. Blei, Cadmium oder Formaldehyd gemessen. Der ursächliche Zusammenhang kann in beide Richtungen verlaufen: zum einen kann eine schon existierende Amalgamvergiftung die Vergiftung mit anderen Substanzen aus dem Wasser, Luft oder Lebensmitteln nach sich ziehen. Zum anderen können Vergiftungen aus externen Quellen, oder auch nur Belastungen, einen gesunden Körper so schwächen, daß sich in der Folge dann eine Vergiftung aus der internen Quelle Amalgam aufbaut. Ein chronisch kranker Körper, bei dem der Stoffwechsel nicht mehr gut funktioniert, baut außerdem auch Stoffwechselschlacken auf, so daß die innere Verschmutzung des Körpers sehr vielfältig ist, was bei der Therapie berücksichtigt werden muß. Die Entgiftungstherapie sollte daher nicht zu einseitig sein, sondern möglichst umfassend und begleitet von einer generellen Stärkungskur zur Regeneration des Kranken. Es nutzt wenig, nur das Gift auszuleiten, wenn der Körper nicht gleichzeitig befähigt wird, die hinterlassenen Folgeschäden zu reparieren. Die Behandlung muß deshalb sowohl die Entgiftung als auch die Regeneration des Körpers zum Ziel haben, wobei die Entgiftungstherapie wiederum drei Aufgaben lösen muß:
  1. Das Gift muß aus den biochemischen Verbindungen, die es im Körper eingegangen ist, herausgelöst werden
  2. Das Gift muß im Blut so gebunden werden danach, daß es in die Entgiftungskanäle des Körpers gelangt.
  3. Die wichtigsten Entgiftungsorgane des Körpers müssen so gestärkt werden, daß sie ihre Aufgaben auch erfüllen können, so daß das Gift auch wirklich über den Stuhl oder Urin ausgeschieden werden kann.
Im folgenden werden drei Therapiewege dargestellt, welche heute in der Medizin verwendet werden. Deutlich erkennbar ist die Aufteilung in einen klassisch- schulmedizinischen Weg, einen homöopathisch orientierten Weg und dem naturheilkundlichen Weg, sozusagen ein 'härterer' Therapieansatz und 'weicherer' Therapieansätze. Gemeinsam ist allen drei Entgiftungswegen die Anbindung der Gifte an eine Substanz, welche Thiolverbindungen enthält, so daß sie ausgeschieden werden können.
  1. Die Entgiftung mit DMPS und DMSA - Mobilisation
    DMPS wurde im letzten Kapitel schon in bezug auf Vergiftungstests vorgestellt. DMSA (Dimercaptosuccinic acid, Dimercaptobernsteinsäure) ist eine ähnliche, aber erheblich weniger toxische Substanz als DMPS. Es sind beides sogenannte Chelatbildner, welche Thiolverbindungen enthalten. Die geschichtliche Vorläuferin dieser Medikamente ist das Merkaptan (Thiolglycol). Der Name leitet sich aus dem lateinischen 'mercurius captans', d.h. 'Quecksilber einfangend' her. Schon vor ca. 150 Jahren wurde erkannt, daß Merkaptan gut Quecksilber einfangen und binden kann, daher wird es auch seit dieser Zeit schon fleißig zur Entgiftung angewandt.

    DMPS und DMSA sind sogenannte Antidoten (Gegengifte), wobei DMSA nur ca. 1/4 der Toxizität von DMPS besitzt und das Gehirn besser entgiften kann. Da beide Mittel verschiedene Schwermetalle in einer gewissen Reihenfolge ausscheiden, kann es, je nach Vergiftungsgrad mehrere Monate lang dauern, bis "größere" Mengen Quecksilber ausgeschieden werden. DMPS gibt es sowohl als Injektionslösung in Ampullenform, 3 mg/kg Körpergewicht werden langsam intravenös injiziert. Oder als Kapseln, die in einer Dosierung von 10 mg/kg Körpergewicht auf nüchternen Magen morgens eingenommen werden. Man sollte auf alle Fälle viel dazu trinken, am besten sauberes Wasser, lauwarm. Dies gilt auch für die Einnahme von DMSA-Kapseln, die, wie auch die Einnahme von DMPS-Kapseln, einmal wöchentlich erfolgen sollte. Die intravenöse DMPS-Behandlung darf wegen der Toxizität der Substanz nur ca. alle 6 bis 12 Wochen wiederholt werden. DMPS ist vor allem zur Behandlung akuter Schwermetallvergiftungen erprobt; in wieweit es sich auch zur Behandlung chronischer Vergiftungen eignet, ist noch nicht hinreichend geklärt worden. Es wird aber aus Mangel an schulmedizinischen Alternativen schon seit längerer Zeit fleißig in der Therapie chronischer Amalgamvergiftungen angewandt, was in den meisten Fällen gerechtfertigt erscheint: einer Mehrzahl von Amalgamvergifteten, konnte mit DMPS offensichtlich erfolgreich geholfen werden. Ihnen gegenüber steht eine Minderheit, die die DMPS-Behandlung nicht gut vertrugen und bei denen keine Verbesserung des Krankheitszustandes erzielt wurde. Je leichter die Vergiftung ist, desto erfolgreicher verläuft die DMPS-Behandlung anscheinend. Dagegen scheint in Fällen von schweren, chronischen Vergiftungen etwas Vorsicht mit diesem Medikament angesagt, obwohl an sich ja eine möglichst schnelle Entgiftung des Organismus vorteilhaft wäre.

    Grundsätzlich ist wichtig, daß während der DMPS- oder DMSA-Behandlung die Entgiftungsorgane des Körpers medikamentös unterstützt werden, so daß die Ausleitung auch wirklich funktionieren kann. Vor Beginn der Therapie sollte festgestellt werden, ob Selenmangel besteht, und falls nötig, Selen zugeführt werden, denn dadurch wird die Ausscheidung gefördert.

    Bei einer längeren Behandlung mit diesen Medikamenten empfiehlt sich auch, den Mineralstoffhaushalt auf mögliche Zink- oder Eisenmängel zu untersuchen und diese bei Bedarf zusätzlich einzunehmen.

    Diese Methode der Entgiftung führt zu kurzfristigen, sehr kräftigen Entgiftungsschüben, was den Vorteil einer schnellen Entgiftung hat. Bei langfristig geschwächten Menschen mit Vergiftungsschäden in den Entgiftungsorganen können diese starken Schübe etwas problematisch sein, weil gerade jene Organe dadurch stoßweise sehr belastet werden.

    Etwas ungünstig bei dieser Behandlung ist auch, daß immer wieder zuerst Zink und erst später Quecksilber ausgeleitet wird. Denn Zink ist ein wichtiger Mineralstoff, mit dem sich der Körper auf natürliche Weise u.a. auch vor Vergiftungsschäden schützt. Die Behandlung chronischer Vergiftungen mit diesen Antidoten ist auch wegen ihrer Toxizität eine umstrittene Sache: es gibt etwa gleich viele Ärzte, die vor dieser Therapie warnen, wie andere, die dringend dazu anraten.

    DMPS und DMSA gibt es inzwischen in Apotheken zu kaufen, sie müssen bei den Herstellerfirmen bestellt werden. Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen diese Medikamente nicht.

  2. Die Entgiftung mittels homöopathischer Mittel in Kombination mit Thiolverbindungen
    Auf dem homöopathischen Markt gibt es inzwischen schon eine ganze Reihe von Medikamenten zur Ausleitung von Amalgam oder auch anderen giftigen Substanzen aus Zahnfüllungen.

    Die Mercurius solubilis compositum - Nosode, welche im vorigen Kapitel auch zum Testen erwähnt wurde, enthält folgende Verdünnungen:

    Mercurius solubilis (Quecksilber)   in D 6, D 12 und D 30
    Kupferamalgam   in D 8, D 12 und D 30
    Silberamalgam   in D 8, D 12 und D 30

    Man sollte sie, je nach Bedarf und Verträglichkeit, etwa 1-2 mal pro Woche verwenden, einige Tropfen auf die Zunge nehmen und zergehen lassen, oder in die Kieferknochen, Stirn und andere betroffene Gebiete gut einmassieren. Man kann sie auch in die Nasenschleimhäute einreiben, inhalieren oder mit einem Q-Tip, wie bei der Nasenreflexzonentherapie, in die hintere, obere Nasenhöhle einbringen. Diese drei Möglichkeiten verstärken den Effekt des Medikaments zur Entgiftung des Gehirns.

    Da Kaffee und Alkohol die Wirkung aller homöopathischen Medikamente beeinträchtigen können, sollte man sowohl einige Stunden vor wie auch 12-24 Stunden nach der Medikamenteneinnahme darauf verzichten.

    Als KUF-Reihen sind folgende Medikamente in kleinen Ampullen zum Einnehmen oder Einspritzen erhältlich (KUF-Reihen enthalten die Substanzen in verschiedenen Verdünnungen von D 6 bis D 300 oder höher):

    Kupferamalgam, Silberamalgam, Merc. solub. Hahnemanni, Stannum metallikum (Zinn), Palladium-Silberlegierung, Chrom-Kobalt-Molybdän-Legierung, Zahngoldlegierung und unter anderen auch Merkaptan, die homöopathische Variante der jahrzehntealten Vorgängerin.

    Von den KUF-Reihen nimmt man 1-2 mal pro Woche eine Ampulle, morgens nüchtern, je nach Verdünnung.

    Auch von der DHU (dt. homöopath. Union) und anderen Firmen sind Amalgamnosoden erhältlich.

    Homöopathische Medikamente können Schwermetalle aus ihren Verbindungen im Körper herauslösen und damit den 1. Schritt zur Entgiftung tun. Sie müssen allerdings durch die gleichzeitige Einnahme von Substanzen mit Thiolverbindungen unterstützt und begleitet werden, da homöopathische Medikamente diese nicht enthalten und ohne sie nicht fähig sind, den 2. Entgiftungsschritt zu tun: nämlich die gelösten Giftstoffe im Blut so zu binden, daß sie auch in die Entgiftungskanäle des Körpers gelangen und ausgeschieden werden können.

    Ein gesunder Mensch hat genügend körpereigene Thiolverbindungen, u.a. in Form von Glutathion. Ein Kennzeichen einer chronischen Vergiftung ist aber gerade Glutathionmangel, insgesamt ein Mangel an frei verfügbaren Thiolverbindungen, denn diese sind durch die Schwermetalle, insbesondere Quecksilber, blockiert, und auch die körpereigene Herstellung dieser Substanzen wird durch die Vergiftung gehemmt. Wird die homöopathische Entgiftungskur nicht mit Thiolverbindungen unterstützt, so zirkulieren das gelöste Quecksilber und andere Schwermetalle nur solange im Körper herum, bis sie wieder in Organen und Geweben eingelagert werden - und der ganze Aufwand war umsonst. Kommt etwas Quecksilber dabei aus dem Körper heraus, so ist dies ein Maß für immer noch vorhandene (geringe) Glutathionvorkommen im Körper. Aber je schwerer und langfristiger eine Vergiftung ist, desto weniger Glutathion ist verfügbar, und daher funktioniert die reine homöopathische Entgiftung nicht. Etliche Amalgamvergiftete wurden so behandelt. Sie berichten von vielen Reaktionen auf die homöopathischen Medikamente, aber leider hat es ihnen nicht geholfen, so daß sie schlußendlich bei der schulmedizinischen Behandlung mit DMPS und DMSA landeten. Daher wird von vielen Ärzten, nicht nur von Schulmedizinern sondern auch sogar von Homöopathen, zugegeben, daß die homöopathische Entgiftung bisher versagt hat. Die Ursache liegt in der Unkenntnis wichtiger Zusammenhänge; daher vergaß man bisher, die homöopathischen Mittel mit Thiolverbindungen (keine homöpathischen Thiolverdünnungen!) zu kombinieren. Das Ergebnis war frustrierend für viele Amalgamvergiftete. Wird dieser wesentliche Punkt beachtet, so funktioniert die homöopathische Entgiftung gut. Auch sie führt zu Entgiftungsschüben, die zwar nicht ganz so vehement sind wie jene, die durch DMPS und DMSA verursacht werden, aber auch zu einer Ausleitung führen, wobei die Entgiftungsorgane etwas mehr geschont werden. Sie sollten jedoch, besonders wenn es bereits Organprobleme gibt, bei jeder schubweisen Entgiftung immer mitunterstützt werden.

    Die Anwendung homöopathischer Hochpotenzen scheint zur Entgiftung wenig beizutragen. Sie können eventuell später, wenn der Körper in der Regenerationsphase ist, hilfreich sein. Wichtig ist die richtige Dosierung homöopathischer Medikamente. Generell lieber ein bißchen zu wenig als zu hoch dosieren.

    Der homöopathische Entgiftungsweg ist harmloser als der schulmedizinische Weg, weil die Substanzen nicht toxisch sind und der Körper daher weniger zusätzlich belastet wird. Schwierig zu beurteilen ist, ob bei einem homöopathisch verursachten Entgiftungsschub genauso viele Giftstoffe herauskommen wie bei einem DMPS- oder DMSA - Schub. Dies hängt auch wesentlich von der Menge des zusätzlich zugeführten Glutathions oder anderer Thiolverbindungen ab. Vor Beginn der homöopathischen Entgiftung sollten alle Amalgamplomben entfernt sein.

  3. Die Entgiftung mit dem Körperprotein Glutathion
    Schwedische Ärzte weigern sich bisher, die DMPS- und DMSA-Mobilisation zur Therapie chronischer Vergiftungen einzusetzen, vor allem wohl wegen der Toxizität der Substanzen. Da die Homöopathie in Schweden so gut wie unbekannt ist, mußte man nach anderen Entgiftungswegen suchen. Der natürliche Weg nicht nur zur Entgiftung sondern zur gleichzeitigen Gesundung mit Glutathion ist ein direktes ResuItat der Amalgamschadensforschung und ist seit mehreren Jahren in Schweden erfolgreich erprobt worden. Glutathion vermag Schwermetalle im Körper aus den Proteinverbindungen herauszulösen, bindet die gelösten Giftstoffe und kann sie so aus dem Körper herausleiten. Gleichzeitig bietet es als Ersatz für die 'vergifteten' Verbindungen die unvergiftete Glutathionverbindung an und verhilft so dem Körper zu einer umfassenden Regenerierung. Das Körperprotein Glutathion spielt eine zentrale Rolle in vielen Körperprozessen. Es geht im Körper eine Verbindung mit dem Enzym Peroxidase ein, wodurch das Enzym Glutathion - Peroxidase entsteht, welches nach bisherigen wissenschaftlichen Erkenntnissen in allen Körperzellen enthalten ist. Es hat dort eine wichtige Funktion in der Zellmembran, regelt den Stoffaustausch der Zelle und schützt sie vor schädlichen Einflüssen. Außer den drei Aminosäuren enthält es auch vier Atome Selen, was die Bedeutung von Selen für die Entgiftung verdeutlicht, als auch den bei Amalgamvergifteten nachgewiesenen Selenmangel erklärt. Wurde bisher über die leichte Anbindung des Quecksilbers an Thiolverbindungen gesprochen, so ist damit im Körper vor allem die Anbindung an dieses Enzym gemeint. Wird über Glutathionmangel gesprochen, so ist korrekterweise der Mangel an den Bausteinen Cystein, Glycin und Glutaminsäure, die dieses Protein zusammenbauen, gemeint. Zur Entgiftung müssen dem Körper jene drei Aminosäuren plus Selen zugeführt werden.

    Die wichtige Bedeutung von Glutathion bei der Entgiftung ist bisher in Deutschland noch ganz erstaunlich wenig bekannt. Daher gibt es bis jetzt hier noch kein Medikament zu kaufen, welches diese drei Aminosäuren enthält und für die Entgiftungstherapie geeignet wäre. Ein Mangel, der hoffentlich bald behoben sein wird. Bis dahin muß ein solches Medikament entweder aus Schweden über den Großhandel und die Apotheken bestellt werden oder es kann beim Institut für Naturheilverfahren in Marburg angefordert werden, Adressen siehe im Anhang. Das speziell für Amalgamvergiftungen entwickelte Medikament in Schweden heißt Algamin und enthält außer den drei Aminosäuren noch einige Vitamine, Mineralstoffe und Algen, die entgiftungsfördernd sind.

    Je nach Vergiftungsgrad und -schäden sollte man täglich ca. 100 - 400 mg Cystein, 50 - 200 mg Glycin und 25 - 100 mg Glutaminsäure zu sich nehmen, die Einnahme von Selen und Vitamin C bei Mangel sollte aber auch nicht vergessen werden.

    Die Entgiftung mit Glutathion verläuft meistens kontinuierlich, ab und zu kommt es aber auch zu den typischen Entgiftungsschüben, bei Frauen offensichtlich besonders zur Zeit der Periode.

    Soweit die Darstellung der drei Entgiftungsmethoden. Es ist sehr schwer, Vergleiche über die Entgiftungsgeschwindigkeit und Effektivität zwischen diesen Behandlungsweisen anzustellen. Will man die Wirksamkeit der homöopathischen Entgiftung und der Glutathionentgiftung überprüfen, muß man zu Zeiten der Entgiftungsschübe Stuhlanalysen durchführen lassen, denn es wird viel mehr über den Stuhl als über den Urin entgiftet. Die drei Methoden lassen sich untereinander gut kombinieren. Da die homöopathische Methode sowieso mit einer Thiolverbindung gekoppelt werden muß, eignet sich dafür die gleichzeitige Behandlung mit Glutathion hervorragend. Und umgekehrt kann man die Entgiftung mittels Glutathion durch die gleichzeitige Einnahme homöopathischer Mittel beschleunigen. Ist man körperlich noch nicht allzu geschwächt, so daß man die DMPS - Mobilisation vertragen kann, so hat diese den Vorteil einer schnellen Entgiftung. Eine anschließende Behandlung mit homöopathischen Mitteln und vor allem Glutathion ist sehr empfehlenswert, um den Körper regenerieren zu können. Denn existiert weiterhin Glutathionmangel, so kann der Körper die Vergiftungsschäden nicht hinreichend reparieren und wird daher früher oder später wieder eine (andere) Vergiftung aufbauen. Es ist ratsam, nicht nur auf eine Therapieform zu schwören, sondern offen für die Vorteile der einzelnen Methoden, damit die Entgiftung gut klappen kann. Die Autorin hat im Verlauf der letzten 7 Jahre alle drei Methoden angewandt. Ihre Erfahrungen damit werden in Kapitel 9 geschildert.

    Bei jeder längerfristigen Vergiftung, die schon Organschäden verursacht hat, sollten die Entgiftungsorgane (Leber, Galle, Darm, Niere...) mitbehandelt werden, ansonsten verläuft die Entgiftung wenig erfolgreich. Es ist ja eine Art von Teufelskreis, in den der Körper hineingeraten ist: da ist ein Gift, wie Quecksilber, welches sich tief in alle Körperzellen hineingefressen hat, welches gleichzeitig die natürlichen Entgiftungssubstanzen wie Glutathion blockiert, so daß sie gerade jenes Gift nicht mehr abbauen können. Dann sind noch genau jene Organe, die für die Entgiftung zuständig sind, gerade durch das Quecksilber so geschädigt, daß sie ihre Aufgaben nicht oder nur unzureichend erfüllen können. Aus diesem Teufelskreis können Menschen, die leichte bis mittlere Vergiftungen haben, ohne eine spezielle Therapie im Verlauf von vielen Jahrzehnten nur ganz langsam herauskommen. Dann ist die Vergiftung jedenfalls kaum noch nachweisbar, außer mit der EAV-Testung. Diese Intoxikation hat aber Schäden im Körper hinterlassen und eventuell andere Folgekrankheiten initiiert. Solche Krankheiten, deren Ursachen bis jetzt unbekannt sind und die vielleicht durch eine chronische Vergiftung entstanden, sind z.B. Alzheimer, Krebsgeschwüre, AIDS, Multiple Sklerose.

    Menschen mit einer schweren Amalgamvergiftung, die jahrzehntelang währt, kommen ohne eine umfassende Entgiftungstherapie aus diesem Teufelskreis nicht mehr heraus. Sie geraten irgendwann in das Quecksilbersiechtum, auch die Merkurialkrankheit genannt, falls sie nicht vorher schon an einem Krebs o.ä. erkrankt sind. Wenn nicht die Krankheitsursache erkannt wird und es noch eine Therapiechance gibt, dann endet das Quecksilbersiechtum tödlich. Solch schwere Vergiftungen durch Amalgam sind glücklicherweise selten, recht üblich dagegen sind leichte bis mittlere Vergiftungen.

    Bei der Behandlung von Amalgamvergiftungen ist die Entgiftung eine Aufgabe, eine andere, ebenfalls wesentliche Aufgabe ist der "Wiederaufbau" des Körpers, damit er die zurückgebliebenen Schäden regenerieren kann. Mit schweren chronischen Vergiftungen kann der Körper in Blockaden geraten, die nicht durch die Entgiftung alleine durchbrochen werden können, so daß man, einigermaßen entgiftet, noch immer an Folgeschäden dahinsiechen kann. Die Regeneration (Stärkung des Immunsystems) des Körpers sollte möglichst parallel zur Entgiftung passieren. Weder DMPS und DMSA noch homöopathische Entgiftungsmedikamente können den Körper aufbauen, dies vermag parallel zur Entgiftung nur Glutathion.

    Zur Regeneration des geschädigten Organismus und gleichzeitigen Förderung des Entgiftungsvorgangs eignen sich vor allem die Grundbausteine, aus denen der Körper aufgebaut wird: Vitamine, Mineralstoffe, Enzyme, Aminosäuren und einige Hormone. Man sollte sie aber nicht wahllos in sich hineinstopfen, denn in einigen Fällen können Überdosierungen zu Schäden führen. Folgende Vitamine und Mineralstoffe sind zur Unterstützung der Therapie empfehlenswert:

    • Vitamin C ist ein sogenanntes Antioxydant, welches Quecksilberionen durch Reduktion so umwandeln kann, daß diese dann die Zellen durch die Zellmembrane verlassen können, in den Blutkreislauf gelangen und in Verbindung mit Glutathion abgebaut werden können. Von einigen Ärzten werden Vitamin C-Injektionen ( 4 - 6 g/Injektion) zur Behandlung von Amalgamvergiftungen eingesetzt.
      Vitamin C sollte in Verbindung mit Cystein eingenommen werden, wobei die Vitamin C - Menge dreimal größer als die Cysteinmenge sein sollte. Wichtig bei der Behandlung ist, daß man nicht die handelsübliche Ascorbinsäure einnimmt, sondern das Ascorbinsalz (natrium ascorbicum, gibt es auch in der Apotheke), denn ein vergifteter Körper ist schon übersäuert, er benötigt die Salzform zur Wiederherstellung des Säure/Basen - Gleichgewichts im Körper. Am besten verwendet man natürliches Vitamin C, z.B. aus Acerola Tabletten, denn das enthält ebenfalls Vitamin P, welches die Aufnahme von Vitamin C im Körper verbessert. Sowohl Vitamin C als auch Vitamin P wirken stärkend auf das Immunsystem.
      Die Einnahme von Vitamin C sollte gerne gleichzeitig mit Vitamin E erfolgen, aber um mindestens 2-3 Stunden zeitlich versetzt mit Selen, da sich Vitamin C und Selen ansonsten gegenseitig bei der Aufnahme im Körper stören. Da manche Menschen Überdosierungen von bis zu dem 50 -100-fachen der normalen Tagesdosis benötigen, läßt sich dies nicht durch das Essen von 100 Orangen oder 60 Zitronen bewerkstelligen, da muß man schon zu Injektionen, Tabletten oder zur Pulverform greifen.
    • Vitamin E ist ebenfalls ein Antioxydant. Es kann die Zellmembran vor Schäden durch Oxydationsprozesse schützen, besonders kann Vitamin E vor den aggressiven freien Radikalen schützen. Weiterhin vermag es die schädlichen Wirkungen einiger Schwermetalle (wie Quecksilber) zu neutralisieren.
    • Vitamin A hat in vielen Zellen des Körpers den gleichen Effekt wie Vitamin E.
    • Die B-Vitamine können durch freie Methylquecksilber-Radikale geschädigt werden, daher kann eine zusätzliche Zufuhr dieser Vitamine sinnvoll sein.
    • Magnesium und Zink sind wichtige Bestandteile vieler Körperenzyme, die u.a. auch Schutzfunktionen ausüben. Da die Elektrolytbalance der Zellen durch Quecksilber gestört wird, kommt es häufig zu Magnesiummangel. Auch auf eine ausgewogene Kalium- und Kalziumbalance sollte geachtet werden. Auf die Bedeutung von Selen wurde schon früher verwiesen. Es ist nicht nur ein Bestandteil von Glutathion sondern auch mehrerer anderer Schutzenzyme im Körper. Selen und Zink sollten um einige Stunden zeitlich versetzt genommen werden. Man sollte sowohl organisches als auch anorganisches Selen nehmen.


    Je nach der Schädigung des Körpers durch die Vergiftung können erhebliche Überdosierungen unter Umständen nötig sein. Unproblematisch ist dies bei den wasserlöslichen Vitaminen (Vitamin C, Vitamin B), da der Körper die unbenötigte Menge einfach wieder ausscheidet. Etwas vorsichtig muß man mit der Überdosierung der fettlöslichen Vitamine (Vitamin A , D , E und K ) sein, da der Körper unbenötigte Mengen davon im Fettgewebe lagern kann und sie eventuell toxische Nebenwirkungen verursachen können.

    Überflüssige Mineralstoffe scheidet der Körper meistens wieder aus. Eine Überdosierung von Selen kann aber die Nierenfunktion beeinträchtigen. Am besten ist natürlich, genau jene Menge einzunehmen, die dem Körper fehlt. Es ist nicht leicht, dies herauszufinden, und das rechte Maß verändert sich auch im Laufe der Zeit. Es läßt sich mit neueren Elektroakupunkturgeräten messen. Sie können versuchen, es mit der Methode der Kinesiologie herauszufinden oder es eventuell erpendeln, falls sie diese Fähigkeit erlernen können, sie ist eine sehr praktische Alltagshilfe.

    Enzyme sind sehr vielseitige kleine oder große Helfer, es gibt sie zu Tausenden im Körper, aber weniger zahlreich in der Medikamentenform. Da durch die Vergiftung im Körper, jedenfalls solange das Immunsystem noch einigermaßen intakt reagiert, viele Entzündungen hervorgerufen werden, können Enzyme wie Bromelain, Rutosin und Trypsin entzündungslindernd und heilend wirken (Phlogenzym). Auch die Verdauung wird durch eine Vergiftung in Mitleidenschaft gezogen, hilfreich ist dann die Einnahme von Verdauungsenzymen wie Pankreatin und Aspergillus oryzae (Combizym Compositum).

    Falls ein Aminosäuremangel vorliegt, sollten die fehlenden Aminosäuren in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander und immer in Verbindung mit Glutaminsäure genommen werden. Leider fehlt bei vielen Aminosäurepräparaten die Glutaminsäure, welche die Umsetzung der Aminosäuren im Körper und damit ganz allgemein deren Ausnutzung verbessert. Außer den schon besprochenen Aminosäuren Glycin, Cystein und Glutaminsäure, welche die Glutathionbestandteile sind, ist für Amalgamvergiftete besonders die Einnahme weiterer schwefelhaltiger Aminosäuren wie Methionin, Cystin und Taurin empfehlenswert, da gerade jene durch die Schwermetalle gebunden sind. Weiterhin kann die Aminosäure Arginin das Immunsystem stärken und zu einer erhöhten Freisetzung von Hypothalamus- und Hypophysenhormonen führen sowie insgesamt die Stickstoffbalance im Körper verbessern, weshalb sie besonders für chronisch Kranke bedeutsam ist. Lysin, Arginin und Histidin sind für eine ausgewogene Säure - Base - Balance im Körper wichtig. Histidin bildet im Körper Histamin, Serin bildet (Acetyl)cholin und Tryptofan bildet Serotonin, alle drei Endprodukte sind Transmittersubstanzen im Zentralen Nervensystem, welches durch eine Vergiftung so nachhaltig geschädigt wird. Nach dieser kleinen Auswahl muß noch erwähnt werden, daß man auch mit der Überdosierung einzelner Aminosäuren vorsichtig sein sollte, da einige zu ungünstigen Nebenwirkungen führen können.

    Das gleiche gilt bei der Einnahme von Hormonen. Sehr wichtig bei einer Amalgamvergiftung ist die Einnahme von Thymushormonen, da dadurch die Thymusdrüse, in welcher die T-Lymphozyten gebildet werden, stimuliert wird. Dies bewirkt eine Aktivierung des geschädigten Immunsystems. Bei langfristigen Vergiftungen sollte die Einnahme von Thymushormonen mindestens 6-12 Monate lang erfolgen.

    Menschen mit einer Amalgamvergiftung müssen sich häufig auf eine längere Therapiedauer einstellen: was sich langjährig aufgebaut hat, ist nicht kurzfristig zu beheben. Schnelle Erfolge gibt es nur, solange jemand hauptsächlich eine Amalgamallergie hatte: solche Menschen berichten von einer schlagartigen Heilung, sobald alles Amalgam aus dem Mund entfernt wurde. Sie hatten das Glück, noch im Anfangsstadium einer Vergiftung zu sein. Auch jene, die bereits nach einer DMPS-Injektion jubeln und sich eine erhebliche Verbesserung ihres Gesundheitszustands danach schon einstellt, hatten noch Glück im Unglück; die Schäden im Körper waren noch nicht so umfassend, wie sie es nach einer langjährigen chronischen Vergiftung sein können. Bei leichten Vergiftungen rechnet man, aufgrund von Erfahrungsberichten vieler Betroffener, mit ca. 1/2 - 1 Jahr Therapiedauer, bei mittleren Vergiftungen mit 2 Jahren, und schwere Vergiftungen benötigen 4 - 10 Jahre bis zu einer Genesung. Leider besitzen häufig weder die Betroffenen noch die behandelnden Ärzte genügend Ausdauer und Geduld dafür, auch fehlt oft das Verständnis in der Umgebung für diese Langfristigkeit der Erkrankung.

    Zur Genesung des Körpers nach einer Vergiftung ist eine umfassende Reinigung und Entschlackung des Körpers nötig. Die Zuführung der Grundbausteine wie Vitamine, Enzyme und Aminosäuren hilft dem Körper nicht nur, durch schwere Phasen der Entgiftung hindurchzukommen, sondern sie regenerieren gleichzeitig. Anbei werden noch einige Tips und Tricks, die die Genesung fördern, aufgeführt:

    Lebensmittel:
    Wegen Rückständen von Spritzmitteln, chemischen Düngern u.a. sollten Menschen, die bereits einmal eine Vergiftung haben oder hatten, möglichst nur Lebensmittel aus ökologischem Anbau essen. Denken Sie daran, daß es lange Zeit dauern kann, bis Ihr Körper in allen Zellen so regeneriert ist, daß er kein Schadstoffmagnet mehr ist. Essen Sie viel Gemüse, Obst, Rohkost, Salate, allgemein nicht zu konzentrierte Nahrung, sondern eine wasserhaltigere. Keine Fische oder Krabben essen, egal ob sie aus den Meeren oder aus Binnengewässern stammen, sie enthalten fast ausnahmslos zuviel Quecksilber. Möglichst raffinierten Zucker, Weißmehl, Alkohol und in der Anfangsphase der Entgiftung und Regenerierung auch Kaffee vermeiden, ebenso fermentierten Käse. Wenig Fett essen und dies möglichst als Butter oder in Form von unraffinierten, kaltgepreßten Ölen. Essen Sie viele Algen, denn die können Schwermetalle im Körper binden und abtransportieren. Wichtig ist, auf eine ausgewogene Säure-Base- Balance der Nahrungsmittel zu achten. Ein vergifteter Körper ist an sich immer übersäuert und benötigt daher eine sehr basenorientierte Ernährung. Bei Bedarf kann zusätzlich Entsäuerungssalz (gibt es in der Apotheke) verwendet werden. Zum Entsäuern von Kaffee oder gekochten Bohnen u.a. Lebensmitteln kann man auch Natron verwenden.
    Es ist gar nicht so falsch, wenn behauptet wird: was man ißt, das ist man; und wenn man Amalgam ißt... .

    Wasser:
    Trinken Sie möglichst reines, mineralstoffarmes Wasser. Die Trinkwasserqualität in Deutschland ist oft schon so, daß normales Leitungswasser für bereits Kranke nicht mehr akzeptabel ist, wie auch einige der Mineralwasser. Kein mit Kohlensäure versetztes Mineralwasser trinken wegen der Übersäuerungsgefahr. Mineralstoffarmes Wasser vermag mehr Schadstoffe aus dem Körper abzutransportieren als mineralstoffreiches. Das reinste Wasser ist solches, welches durch Umkehrosmose oder Destillation gewonnen wurde. Der erstgenannte Prozeß ist sehr wasseraufwendig, der letztgenannte leider sehr energieaufwendig. Trotzdem ist solch reines Wasser zur Entgiftung sehr zu empfehlen, da es viele Gifte und Schlacken aus dem Körper abbauen kann und dadurch die Reinigung beschleunigt.
    Trinken Sie, falls Sie die Möglichkeit dazu haben, viele schwefelhaltige Thermalwässer: sie stinken zwar sehr, enthalten aber jene Thiolverbindungen, die die Ausleitung von Quecksilber und anderen Schwermetallen fördern, wie das Aachener Heilwasser. Auch einige Kräutertees sind empfehlenswert, wie Johanniskraut, Schafgarbe, Holunderblüte, Misteltee und Borretsch.

    Vermischte Tips und Tricks im Potpourri:
    • Das Einmassieren von Lymphsalbe in geschwollene, schmerzende Lymphstränge und -knoten bewirkt deutliche, kurzfristige Abhilfe. Auch Lymphtropfen wie Lymphdiaral oder Lymphomyosot fördern den Abfluß der Schadstoffe durch die Lymphbahnen.
    • Bei recht vielen Vergifteten wurde eine Virusinfektion des Lymphsystems, das Pfeiffer'sche Drüsenfieber, festgestellt. Lassen Sie eine entsprechende Blutuntersuchung zur Überprüfung durchführen. Lassen Sie sich auch auf Mykosen (Pilzerkrankungen) in Organen untersuchen: die Schwächung des Organismus durch eine Vergiftung zieht meistens auch solche Mykosen nach sich.
    • Das geschädigte Immunsystem muß immer wieder von außen angeschubst werden, wozu sich außer Thymushormonen als Hilfsmittel Mistelpräparate, Helixor, Iscadort, Esberitox, Echinacin und andere Präparate anbieten.
    • Heiße Schwitzbäder, Thermalbäder oder Sauna entgiften den Körper über die Haut und regen den Kreislauf an.
    • Selbst wenn Sie sich schwach und elend fühlen: verschaffen Sie sich Bewegung, möglichst viel an frischer Luft. Vergiftete haben haufig Sauerstoffmangel, weil die Schwermetalle den Sauerstoff in Verbindungen im Körper zum Teil verdrängt haben. Joggen, (schnelle) Spaziergänge, Gymnastik, Hui-Chun-Gong-Übungen oder Yoga, täglich geübt, bauen die Lebenskraft langsam wieder auf, regen das Drüsensystem an und wirken regenerierend.
    • Gönnen Sie sich möglichst viel Ruhe, legen Sie sich öfters auch tagsüber hin, üben Sie Tiefenentspannung wie Autogenes Training oder Meditation, dies fördert die Genesung.
    • Längerfristige Vergiftungen führen immer zu einer Gehirnsklerose. Sie ist in der Augeniris erkennbar: im oberen Randbereich liegt ein unscharfer Schleier. Außerdem ist sie an einer überdurchschittlich dicken Hornhautschicht unter den großen Zehen erkennbar. Mit zunehmender Genesung reduziert sich die Gehirnsklerose deutlich, was sich an der Klärung des Augenirisschleiers und dem Abbau der Hornhautschicht gut beobachten läßt. Förderlich wirken sich Kopfstände, Kerze, Kopfmassagen, Gingko- und Ginsengpräparate aus.
    • Ein Hypophysenschaden ist u.a. an Schmerzen in den Zehenspitzen der großen Zehen, oder auch desöfteren an Stichen dort, erkennbar. Die Sonne kann die Hypophyse stimulieren.
    • Viele Vergiftete sind sehr empfindlich was Elektrosmog anbetrifft, dies wird vielleicht durch die Schwermetalle im Gehirn verursacht. Dieser Zusammenhang wurde jedenfalls bei einigen Tieren nachgewiesen. Vermeiden Sie daher den Aufenthalt in elektromagnetischen Feldern von z.B. Hochspannungsleitungen, aber auch die Arbeit an Computern und Bildschirmen verursacht bei einigen Gesundheitsbeschwerden.
    • Besonders während Entgiftungsschüben sind zur Darmreinigung Darmeinläufe sehr hilfreich. Da bei Vergiftungen immer auch der Darm geschädigt wird, sollte die Darmflora systematisch mit entsprechenden Medikamenten aufgebaut werden. Auch Pfefferminzöl übt positive Wirkungen auf den Darm aus (Symbioflor, Mutaflor).
      Falls Ihnen bei Entgiftungsschüben übel ist, aber eigentlich auch ganz allgemein, sollten Sie Ihre Übelkeit nicht hinunterschlucken sondern sich übergeben, das ist gesünder.
    • Das tägliche "Kauen" von Speiseöl, besonders Sonnenblumenöl, etwa 10 - 20 Minuten lang morgens nüchtern, wirkt auch entgiftend. Denn Schadstoffe, die nachts abgebaut wurden (Morgengeruch), gelangen aus dem Mund und Magen über den Speichel in das Öl und können so hinausbefördert werden. Das Öl darf anschließend nicht geschluckt, sondern sollte in die Toilette gespuckt werden. (Anm. der Redaktion: Aus ökologischer Sicht muß ein Sammeln der Öl-Spucke in einem Behälter angeraten werden, dies kann dann als Sondermüll entsorgt werden.)
    • Besonders für Männer und Frauen, welche keine Menstruation mehr haben, ist für die Reinigung des Körpers ein Aderlaß (Blutentnahme) ab und zu wohltuend und entgiftungsfördernd.
    • Achten Sie auf ein gesundes Wohnmilieu: es gibt zunehmend mehr 'Wohnraumvergiftete'. Wer in einem Wohnzimmer voller Spanplatten sitzt oder in einem Schlafzimmer schläft, dessen Wände mit Gipskartonplatten, deren Gips aus den Rauchgasentschwefelungsanlagen von Kohlekraftwerken stammte, gebaut wurden, darf sich über Gesundheitsbeeinträchtigungen nicht wundern.
    • Menschen mit einer Amalgamvergiftung sollten folgende Medikamente vermeiden, da sie Quecksilber in kleinen Mengen (meist als Konservierungsmittel) enthalten:
      Injektionslösungen wie Immunglobulin gegen Varicellae/Zoster und Tetanus, einige Augentropfen-Medikamente, Impfstoffe gegen: Diphterie, Tetanus, Grippe, Hepatitis B und Cholera. Vaseline enthält bis zu 0.5% Quecksilber.
    • Das Medikament 'Derivatio' unterstützt die Schadstoffausleitung.

    Diese Liste von Tips und Kniffen für Ihre Genesung ist sicher nicht vollständig: gehen Sie aktiv und kreativ an Ihre Gesundung heran, so finden Sie bestimmt noch mehr Tricks heraus, womit Sie sich selbst helfen können. Es lohnt sich sicher, denn es scheint, daß, wenn man die Krankheit richtig an der Wurzel erkennt und anpackt, selbst langjährige, schwere Vergiftungen oft noch zu heilen sind. Ein optimistischer Ausblick, der wohl allen chronisch Kranken, die in die Mühlen einer zeitgehetzten, technikorientierten Medizinerwelt hineingeraten sind, erfreuen kann.

    Die vorgestellten Entgiftungstherapien sind nicht nur bei einer Amalgamvergiftung anwendbar, sondern auch bei anderen Schwermetallvergiftungen, da das Grundschema dieser Vergiftungen das gleiche ist. Bei der homöopathischen Therapie müssen dann die Ausleitungsmedikamente spezifisch auf den jeweiligen Schadstoff abgestimmt werden.

    Im Anhang dieses Büchleins finden Sie eine Adressenliste, welche viele Adressen von Amalgamselbsthilfegruppen enthält. Wenn Sie Fragen haben, kontaktieren Sie diese Gruppen. Sie erhalten dort Adressen von Ärzten und Zahnärzten, die sich mit dem Thema auskennen und Sie behandeln können. Weiterhin kann man Ihnen Bestelladressen für einige Entgiftungsmedikamente, die bisher nicht in Apotheken erhältlich sind, nennen.

    Auch die Adressen von medizinischen Labors, die Vergiftungstests analysieren u.a.m. bekommen Sie dort. Bitte vergessen Sie nicht, Ihren Anfragen Rückporto sowie etwas Geld in Portoform für die zugeschickten Informationen beizulegen, denn die Selbsthilfegruppen sind meist selbstfinanzierte Vereine. Da sich von offizieller Seite, z.B. Gesundheitsbehörden, leider bisher noch keiner um Amalgamgeschädigte kümmert, wird die Last der mangelnden Informationen und Infrastrukturen auf diese Selbsthilfegruppen abgewälzt, die deshalb überlastet sind.

    Bleibt zu wünschen, daß sich bald mehr Ärzte und Gesundheitsämter um die Amalgamgeschädigten kümmern werden.


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